Gesellschaftskritisches

 

 

 

Clair de Lune - Art

 

Werke in Acryl

von

Ingrid Winkler

Die Menschheit wird immer stärker

durch die Macht der Finanzwelt gelenkt.

Das Erschreckende daran ist,

dass die zum Teil virtuelle Summen, die um unseren Planeten rasen,

ganze Völker versklaven und ihrer Existenzen berauben.

Der Mensch mit seinem scheinbar überragenden Intellekt

ist im Laufe seiner Evolution

in einer unsozialen Endlosschleife steckengeblieben.

Es liegt ganz alleine an uns Menschen

dieser Entwicklung mit Mut.

mit der Beherztheit des Widerspruchs,

und sozialem Engagement entgegen zu wirken.

 

 

 

Die Welt hat den Verstand verloren

 

Die Welt hat den Verstand verloren

wird regiert nur noch vom Geld

als Menschen wurden wir geboren

doch Geld ist, was im Leben zählt

das Herz, das uns der Herr geschenkt

wird von der Gier nach Geld gelenkt

beherrscht, erpresst und ausgenommen

zum Sklaven ist der Mensch verkommen

und einzig Recht erhält nur der

der auf der Bank millionenschwer

 

© Ingrid Winkler 2011

 

 

 

 

Menschenwürde

 

Der Artikel Eins im Grundgesetz

wird viel zu häufig ausgesetzt...

Die Sache mit der Menschenwürde

ist für das Gesetz längst eine Bürde...

ein Elend ist’s mit den Gewalten,

weil sie sich selbst nicht daran halten

 

© Ingrid Winkler 2012

 

 

Habgier

 

Die Habgier, das ist eine Sucht,

die immerwährend Neues sucht.

Es gibt nichts auf dieser Welt,

das diese Sucht zufriedenstellt –

doch irgendwann auf leisen Sohlen,

wird diese Gier der Teufel holen

 

© Ingrid Winkler 2012

 

 

Apokalypse

 

Es wird der Tag kommen

und nicht nur für die Frommen

da werden die Wahren

sich erheben in Scharen

und die Diener der Finanzen,

werden sich verkriechen und verschanzen

und sie werden um ihr Leben rennen,

denn die Erde wird brennen

 

© Ingrid Winkler 2012

 

 

Appetitlosigkeit

 

Ich habe keinen Appetit mehr auf diese Welt da draußen -

auf diesen Supermarkt der Wünsche.

Feil gehalten von den Marktschreiern der Lust,

der Macht und der Gier.

 

Armut steht in den Regalen der Sonderangebote.

Anmaßung, Dekadenz und Verachtung prangen im

Spezialitätenregal.

 

Die Früchte des Konsumwahns warten griffbereit

in den Kisten der Gedankenlosigkeit

auf schnäppchenjagende Ignoranz.

 

Tod und Verschwendung liegen feinsäuberlich

abgepackt neben dem

Hunger der Welt im Kühlregal der Maßlosigkeiten…

 

und später an der Kasse geht die Rechnung auf das Leben der

Unschuldigen.

 

© Ingrid Winkler

 

einfach pflegeleicht

 

Vertrauen, Zuverlässigkeit, Beständigkeit,

Loyalität und Treue

eine Modeerscheinung

 

solche Worte werden sehr häufig benutzt,

sie kleiden sehr gut und gehören zu den Basics

unseres täglichen Leben

Sie sind toll zu kombinieren und man sieht darin

immer schick aus.

Durch ihren hohen Stretchanteil sind sie äußerst dehnbar

und bequem.

Diese Worte gibt es in allen Farben außer in schwarz und weiß.

Sie sind pflegeleicht, formbeständig und waschbar bis 37°C.

Weichspüler wird empfohlen. Er sorgt für neue Griffigkeit

und guten Duft.

Diese Worte sind trocknergeeignet und bügelleicht.

Aufgrund ihres geringen Volumens passen sie in jede Schublade.

 

 

© Ingrid Winkler 2015-01-22

 

***

 

Selbstzerstörung

 

Man sagt der Mensch mutiert zum Tier

doch Tiere können nichts dafür,

dass die Menschen

sich selbst bekriegen

Wahrheit und Recht verbiegen,

dass sie Herzen mit Lügen brechen,

sich tief in die Seelen stechen,

Gemeinheit nach außen tragen

und niemals nach Reue fragen.

 

Weil sie sinnlose Kriege führen,

die selten den Sieg berühren,

die Welt mit Gift besudeln

um Reichtum nach oben zu sprudeln.

Mit Armut Handel treiben,

sich Sklaven einverleiben,

mit Menschenleben spielen,

die aus dem Raster fielen.

 

So leben sie stur,

gegen die eigene Natur,

weil sie sich selber hassen,

keine Liebe in ihre Herzen lassen

und sie mit toten Mienen

nur noch dem Teufel dienen.

Sich nicht benehmen können,

wild durch ihr Leben rennen.

 

Der Herr sei ihnen gnädig,

denn sie sind berechnend und schäbig,

indem sie sich dem Mammon verpflichten,

und somit die Menschheit vernichten.

Sie opfern die Schönheit der Welt

für ihre Gier nach dem Geld

und erfassen es nicht,

dass sie langsam zerbricht.

 

© Ingrid Winkler 2015-09-22