zarte Poesie

 

 

 

Clair de Lune - Art

 

Werke in Acryl

von

Ingrid Winkler

Namaste

ist eine sehr häufig gebrauchte Grußform der Hinduisten.

Der gegenseitige Gruß ist ein Zeichen höchsten Respekts und hat die ungefähre Aussage:

 

Ich ehre den Ort in dir, in dem das ganze Universum wohnt.

Ich ehre den Ort der Liebe und des Lichts, der Wahrheit und des Friedens in dir.

Wenn du an diesem Ort in dir bist und ich an diesem Ort an mir,

dann sind wir EINS.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern meiner Website eine gute Unterhaltung

und einen wunderschönen und erfüllten Tag.

Leseprobe

 

Herz

 

Schutzlos ist mein Herz

in Regenbogennächten sehnt es sich zu dir

ohne dich sind Tage wie Fragmente

ziehen ohne Fülle im Strom der Einsamkeit

fluten jene Augenblicke

die mit Sehnsucht leise harren

um in deinen Augen zu versinken

 

© Ingrid Winkler 2010

 

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Akrobatik des Lebens

 

Egal wie oft wir uns im Leben verrenken,

die wahre Akrobatik besteht darin,

dass wir biegsam sind

uns aber nicht verbiegen lassen,

dass wir uns verrenken können

doch mit Leichtigkeit wieder in

unsere ursprüngliche Form zurückfinden

© Ingrid Winkler 2013

 

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Ein Hauch von Nichts

 

Ich bin dir nah und doch so fern,

ein Blatt im Wind, ein Wandelstern.

Ein Tropfen Tau im Abendlicht,

der sich im Schein des Mondes bricht.

Die Wolke, die am Himmel zieht

und mit dem Wind zur Sonne flieht.

 

Ich bin ein Traum in dunkler Nacht,

an dem du sehnend aufgewacht.

Ein Hauch von Nichts in deinem Sinn;

mit Macht zieht’s ihn zum Herzen hin.

Ein zarter Klang in einem Lied,

der sanft in deiner Seele spielt.

 

Ich bin des Lebens süßer Duft,

der immerwährend nach dir ruft.

Die Hand, die sich nach deiner reckt,

dich zärtlich hält und Liebe weckt.

Das Licht vor dem dein Dunkel weicht

 

und dennoch für dich unerreicht .

 

© Ingrid Winkler 2013

 

 

 

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Das Zweifel-Los

 

Zweifellos ist zweifellos ein Zweifel - Los an sich,

wie werd‘ ich nur den Zweifel los, der mir im Herzen sticht.

Kaum hab‘ ich meinen Geist befreit und glaube an die Sache,

schon triumphiert der Zweifel los mit seiner fiesen Masche.

 

Halt ein und lass mich endlich los, du bist wie eine Klette.

Du wirst doch nur durch Ängste groß, da mach ich jede Wette.

So werf ich nun die Angst von mir und lass mich nicht mehr ein

auf wenn und aber, wie und wo, fall‘ ich nicht mehr herein.

 

Zieh ab und gehe deinen Weg und such dir neue Ziele,

ich will dein Opfer nicht mehr sein für deine miesen Spiele.

Gesagt, getan nun ist er fort, der Zweifel ist dahin,

Gewissheit siegt für den Moment, weil ich nun sicher bin.

 

© Ingrid Winkler 2016-02-25

 

 

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Funkkontakt

 

Ich sehne mich nach Deinen Blicken,

und ebenso nach Deinem Mund,

fühl‘ Deinen Kuss noch auf den Lippen

und zart auf meinem Seelengrund.

Ich ahne Deine stille Kraft,

die mich umfangen hält

und liebevolle Räume schafft,

in dieser kalten Welt.

 

Ich fühle, wenn Du an mich denkst,

wie Deine Sehnsucht funkt,

wie Du Dein Herz zu meinem lenkst

zu diesem einen Punkt.

Geheimnisvolles Seelenspüren

das über mein Erstaunen greift

lässt gänzlich mich im Du verlieren

wenn Dein Bewusstsein zart mich streift.

 

Wie soll ich das Gefühl verstehen,

und wie in Worte kleiden?

Ich kann’s nicht hören, auch nicht sehen

Ich lass‘ mich einfach treiben.

In Deinem Ich erkenn‘ ich mich

und dafür dank‘ ich Dir,

Du bist das Äußerste für mich

und Innerste in mir…

 

© Ingrid Winkler 2016-05-02

 

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Das andere Glück

 

In jenen Augenblicken,

wenn das Schlafende in uns erwacht,

erfasst uns das Leben

mit einer seltsamen Klarheit.

Kurz nur ist diese Reise

doch die Erinnerung erfüllt uns

mit leisem Glück

und einer wunderbaren Leichtigkeit

der Melancholie.

 

© Ingrid Winkler 2015

 

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Dazwischen

 

Auf der Brücke

zwischen Verstand und Gefühl

ruhen die unausgesprochenen Worte,

der gefrorene Atem,

die verlorenen Schritte,

der Stillstand,

die Illusionen.

 

Zieh am seidenen Faden deiner Ahnung

und sieh dabei zu

wie sich der Vorhang auflöst.

 

© Ingrid Winkler 2015

 

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auferlegt

 

So manchen bitteren Kelch

Verletzung

xxxxxx

xxxx

x

x

geheilt

 

muss man trinken bis zum Grund

 

© Ingrid Winkler 2015

 

 

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Kein Mensch kennt deine Dunkelheit

 

Kein Mensch kennt deine Dunkelheit.

Dein Glanz erstrahlt zu jederzeit.

Am Tag erscheint dein Morgenlicht,

das sich in deinen Augen bricht.

 

Am Abend vor dem Übergang

erstrahlt dein Sonnenuntergang

Selbst, wenn dich schwarzer Samt umwebt,

dein heller Mond am Himmel steht.

 

Der Stern, an deinem Firmament,

erhellt den finstersten Moment.

Dein Glanz erstrahlt zu jederzeit,

kein Mensch kennt deine Dunkelheit.

 

@ Ingrid Winkler 25.06.15

 

 

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eingeschlafen

 

Hände

Füße

Gedanken

Gefühle

Träume

Absichten

Ansichten

Beziehungen

Lust

Leidenschaften

Liebe

Freundschaften

 

und am Ende das Leben

 

@ Ingrid Winkler 2015

 

 

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Gedankensturm

 

Ich geh‘ den Dingen gerne auf den Grund,

doch häufig muss ich dann im Trüben fischen.

So manche Klarheit, ist ein seltner Fund.

Die Wahrheit lässt sich gut mit Lügen mischen.

 

Das Leben hat mich eins gelehrt,

Vertrauen ist ein rauer Pfad.

Was richtig scheint, am Ende ist’s verkehrt,

gelebte Treue wird zur Heldentat.

 

Vertan ist die geliehene Zeit,

für Gründe ohne Bodenhaftung.

Vorbei zieht jene Möglichkeit,

nach einer inneren Betrachtung.

 

Ich geh‘ den Dingen gerne auf den Grund,

Gewissheit tötet Grübelei.

Aus schwarz und weiß wird kunterbunt,

Gedankenstürme zieh’n vorbei.

 

© Ingrid Winkler 2016-02-14

 

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Wenn Liebe fehlt…

 

Der Hass ist eine dunkle Macht,

frisst Löcher in die Seele,

belädt das Herz mit bittrer Fracht

vergiftet Blut und Vene.

 

Umwebt den Geist mit Finsternis,

baut himmelhohe Mauern,

er ist sich selbst ein Hindernis,

wird nie etwas bedauern.

 

Vergeltung und Unfassbarkeit

schreibt Hass sich auf die Fahnen,

stillt Rachedurst mit Bitterkeit,

schenkt Abscheu einen Rahmen.

 

Im Schatten der Verletzlichkeit

geht Liebe oft verloren.

Es bietet Hass Gelegenheit

und wird dadurch geboren.

 

Nur wenn das inn’re Seelenlicht,

durch Liebe leuchten kann,

nimmt es dem Hass die dunkle Sicht

und schlägt ihn in den Bann.

 

© Ingrid Winkler 2016-10-03

 

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